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Vertriebschance Wärmepumpe

Die Wärmepumpe – ein starkes Produkt im Vertrieb

Als Handelsvertreter steht der Vertrieb der Wärmepumpe im Zentrum Ihrer Tätigkeit. Obwohl die Technologie seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt wird, wissen viele Ihrer zukünftigen Kunden nur wenig über die umfassenden Vorteile einer Wärmepumpe. Nachfolgend erfahren Sie mehr über Funktion und Einsatzmöglichkeiten einer Wärmepumpe, die Marktsituation, die Kosten, Fördermöglichkeiten und vieles mehr. Nutzen Sie als Handelsvertreter dieses Wissen, um Ihre Kunden zu überzeugen.

Erneuerbare Energien liegen im Trend. Weder Atomenergie, noch fossile Brennstoffe wie Öl und Gas sind umweltfreundlich, dauerhaft kostengünstig und unbegrenzt verfügbar. Doch während die Politik noch um die Energieversorgung der Zukunft ringt, können Hausbesitzer aus eigener Kraft und mit geringen Mitteln sowohl ihr Energiebudget, als auch die Umwelt schonen. Der Ansatzpunkt hierfür ist die Wärmeversorgung in den eigenen vier Wänden.

In Deutschland dient mehr als die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs der Wärmeproduktion, dabei sind nur 12% der Heizungen auf dem Stand der Technik. Der Anteil an erneuerbaren Energien beträgt hierbei gerade einmal 9% (Stand 2009). Gleichzeitig sind im Zeitraum von 2000 bis 2009 die Verbraucherpreise für Heizenergie um 64,5% angestiegen. In einem Privathaushalt mit durchschnittlich € 1.469 Energiekosten pro Jahr entfallen davon fast zwei Drittel auf Kosten für Raumwärme und Warmwasser (Stand 2009). Allein durch den Austausch veralteter Heizungsanlagen, von denen es in Deutschland noch rund 15 Millionen gibt, könnte der Heizenergieverbrauch um 30% gesenkt werden. Noch deutlicher sinken die Heizkosten, wenn statt z.B. Öl und Gas zu verbrennen Wärmepumpen durch die Nutzung erneuerbarer Energien die Wärmebereitung übernehmen.

Energiekosten privater Haushalte 2009

Der Staat schreibt die Nutzung erneuerbarer Energien bei Neubauten ab dem 1. Januar 2009 im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) vor. So muss ein Teil der benötigten Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Dies gilt sowohl für Wohn-, als auch Nichtwohngebäude. Neben Solaranlagen sind Wärmepumpen die bekannteste Möglichkeit den gesetzlich vorgeschriebenen Anteil erneuerbarer Energien zu erreichen.

Wärmeenergie aus Luft, Wasser und Erde

Wärmepumpen nutzen die in der Luft, im Wasser oder im Boden gespeicherte Wärmeenergie zur Wärmeerzeugung. Luft-Wärmepumpen sind die einfachsten Systeme. Sie entziehen die Heizwärme der Umgebungsluft, selbst bei niedrigen Außentemperaturen im Winter funktioniert dieses Prinzip, da die Kältemittel auch im Frostbereich zuverlässig verdampfen.

Für Wasser-Wärmepumpen müssen zunächst zwei Bohrungen in die Grundwasserschicht durchgeführt werden. Grundwasser hat ganzjährig eine Temperatur von etwa 8 bis 12 °C, daher sind darauf ausgelegte Anlagen besonders effektiv. Allerdings müssen bestimmte Kriterien zur Wasserqualität erfüllt sein, deshalb ist nicht jedes Gebiet in Deutschland für die Aufstellung gleich gut geeignet. Bei Erd-Wärmepumpen gibt es zwei Möglichkeiten die gespeicherte Wärme im Boden zu nutzen: bei einer Variante werden Flächenkollektoren in ca. 1,5 Meter Tiefe auf einer großen Fläche, entsprechend der Leistung der Wärmepumpe, verlegt. In dieser Tiefe ist der Erdboden das ganze Jahr über frostfrei. Für die andere Variante wird, ähnlich wie bei den Wasser-Wärmepumpen, eine Tiefenbohrung bis zu 100 Metern durchgeführt. Durch die weitestgehend gleichbleibenden Temperaturen im Erdboden erreichen diese Wärmepumpen eine sehr hohe Effektivität.

Vielfältige Einsatzgebiete

Wärmepumpen finden überall dort Anwendung, wo Wärme benötigt wird. Sie eignen sich für die Heizung von Eigenheimen und die Bereitung von Warmwasser ebenso wie für größere Objekte z.B. Gewerbeimmobilien, Hotels und öffentliche Gebäude. Viele der modernen Geräte können darüber hinaus auch aktiv Kühlen, indem sie durch Funktionsumkehr die Raumwärme nach außen abführen. Somit werden im Sommer die Klimaanlagen entlastet, wenn nicht gar ganz überflüssig.

Generell lassen sich Wärmepumpen an alle bestehenden Heizverteilsysteme anschließen, viele der angebotenen Geräte erreichen Vorlauftemperaturen von bis zu 65°C. Dies‘ ist vor allem bei Sanierungen relevant, wenn zunächst nur der Wärmeerzeuger ersetzt wird und vorhandene ältere Radiatoren weiter genutzt werden. Bei Neubauten sollten Heizverteilsysteme mit niedriger Vorlauftemperatur wie z.B. Fußbodenheizungen bevorzugt werden.

Der Marktanteil wächst beständig

Der Marktanteil der Wärmepumpen am Gesamtabsatz der Wärmeerzeuger lag 2009 bei rund 9%. Wurden nach 2000 zunächst meist erdgebundene Wärmepumpen verbaut, holen die Luft-Wärmepumpen seit einigen Jahren deutlich auf. Das liegt vor allem an den günstigeren Preisen, der einfacheren Installation und der gestiegenen Effizienz. Branchenverbände gehen bis 2020 von einer Verdreifachung der Einbauzahlen von Wärmepumpen auf mehr als 200.00 Anlagen aus. Verschiedene Szenarien prognostizieren bis 2030 abhängig von den gesetzlichen Rahmenbedingungen einen Anstieg des Marktanteils von Wärmepumpen auf 22% bis 35%.

Absatzzahlen Wärmepumpen

Dabei liegt der Zuwachs bei den Neubauten über den Anteilen bei der Sanierung alter Anlagen. Bedenkt man, dass neben den 15 Millionen ineffizienter Heizanlagen in Deutschland 12,7% der Ölfeuerungsanlagen und 5,2% der Gasfeuerungsanlagen älter als 25 Jahre sind, wird der Sanierungsdruck und das enorme Potential von Wärmepumpen bei der Sanierung alter Heizungsanlagen erkennbar.

Mit gutem Gewissen Kosten sparen

Entscheidend für die Effizienz einer Wärmepumpenanlage ist die Jahresarbeitszahl (JAZ). Dieser Wert errechnet sich aus der gewonnenen Wärmeenergie geteilt durch die verbrauchte elektrische Energie. Je höher die Jahresarbeitszahl, desto effektiver arbeitet das Heizsystem. Bereits ab einer Jahresarbeitszahl von 2,0 sparen Wärmepumpen CO2 gegenüber herkömmlichen Heizsystemen ein. Moderne Luft-Wärmepumpen erreichen ohne weiteres eine JAZ von über 3,5 und Wasser- bzw. Erd-Wärmepumpen liegen bei einer Jahresarbeitszahl von 4,0 und höher. Da Wärmepumpen Strom zum Betrieb benötigen, sind sie somit indirekt an den CO2-Emissionen der Kraftwerke beteiligt. Betrachtet man den Strom-Mix in Deutschland mit seinem stetig wachsenden Anteil an erneuerbaren Energien, werden Wärmepumpen allerdings sozusagen automatisch immer ökologischer. Bezieht man seinen Wärmepumpenstrom aus regenerativen Quellen, arbeitet die Wärmepumpe völlig CO2-emissionsfrei.

Für die meisten Interessenten sind jedoch auch die Investitions- und Betriebskosten ausschlaggebend. Qualitativ hochwertige Luft-Wärmepumpenheizungen liegen inzwischen bei den Anschaffungskosten auf dem gleichen Niveau wie Öl- und Gasheizungen. Bei Wärmepumpen, die Grundwasser oder Erdwärme als Energiequelle nutzen, liegen die Investitionen vor allem aufgrund der Bohrungen oder Erdarbeiten darüber, was diese Anlagen mittel- bis langfristig durch eine noch höhere Energieeffizienz ausgleichen.

Vom ersten Tag an sinken die Heizkosten gegenüber konventionellen Systemen deutlich. Diese Einspardifferenz vergrößert sich im Laufe der Zeit sogar noch, da die Beschaffungskosten für fossile Brennstoffe wie Öl und Gas zukünftig stärker ansteigen werden, als die Kosten für elektrischen Strom. Auch im Unterhalt sind Wärmepumpen deutlich günstiger, da sie weitestgehend wartungsfrei sind. Während bisher laufende Kosten für Schornsteinfeger, Instandhaltung der Tankanlagen und ggf. Brandschutzauflagen zu tragen sind, empfehlen die meisten Wärmepumpenhersteller nur eine einfache jährliche Überprüfung durch einen Fachbetrieb.

Wärmepumpenbetreiber erhalten den benötigten Strom oft auch günstiger als die üblichen Haushaltstarife, viele Versorgungsunternehmen bieten spezielle Wärmepumpentarife an. Installiert ein Hausbesitzer zusätzlich noch eine Photovoltaikanlage, kann er den Strom für die Wärmepumpe selbst produzieren und versorgt sich somit autark mit Wärme.

Gezielt Fördermöglichkeiten ausnutzen

Der Staat unterstützt den Ausbau von erneuerbaren Energien auf vielfältige Art und Weise. So gewährt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verschiedene Förderungen bei der Sanierung bestehender Heiz- und Warmwasserversorgunganlagen. Dies gilt für Wohngebäude ebenso wie für nicht wohnlich genutzte Räume. Die Mitte März 2011 novellierte Basisförderung für elektrisch betriebene Wärmepumpen liegt pauschal bei € 900,-, größere Anlagen (20kW bis 100kW) z.B. für Gewerbegebäude werden mit € 1200,- gefördert. Für Wärmepumpen, die nicht Strom, sondern z.B. Gas als Antriebsenergie nutzen, richtet sich die Förderung nach der erreichten Nennwärmeleistung. Installiert der Hauseigentümer gleichzeitig eine Solaranlage, kann er im Jahr 2011 zusätzlich von einem Kombinationsbonus von € 600,- profitieren. Danach sinkt der Kombinationsbonus wieder ab.

Neben dem BAFA gewährt auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Unterstützung bei der energetischen Sanierung durch Wärmepumpentechnologie. In verschiedenen Programmen können entweder im Rahmen umfangreicherer Sanierungsmaßnahmen direkte Zuschüsse oder sowohl im Neubau, als auch bei der Heizungssanierung zinsgünstige Kredite vergeben werden.

Darüber hinaus haben die deutschen Bundesländer auch verschiedene Klimaschutzprogramme aufgelegt, die eine Förderung von Wärmepumpen beinhalten. Meist werden über die jeweiligen Förderbanken zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse bereitgestellt. Zusätzlich starten einzelne Bundesländer immer wieder Kampagnen, die Förderungen für die Nutzung erneuerbarer Energien beim Heizungsbau in Aussicht stellen. Wichtig ist sich vor Baubeginn über Fördermöglichkeiten zu informieren und diese zu beantragen.

Doch auch von Seiten der Stromversorger kann man sich finanzielle Vorteile sichern. Eine Reihe von Energieunternehmen bieten sogenannten „Wärmepumpenstrom“ bzw. entsprechende Tarife an. Hier ist der Strompreis günstiger als der übliche Haushaltstarif, da die Versorger davon ausgehen, dass die Pumpen statt in den Hauptzeiten eher in den Neben- und Nachtzeiten laufen, wodurch die Spitzenlasten im Stromnetzes abgedämpft werden. Andere Anbieter unterteilen ihre Tarife in günstigere Preise zu Nebenzeiten und höhere Preise zu Hauptzeiten. Stellt man seine Wärmepumpe darauf ein, lässt sich hier auch das Sparpotential auskosten. Einen Überblick über die Angebote der Versorgungsunternehmen bieten z.B. Verbraucherportale www.verivox.de.

Zur Energiewende beitragen – ganz bequem

Mit dem Trend zu erneuerbaren Energien wächst auch das ökologische Gewissen eines jeden Einzelnen. Bereits damit haben Sie als Handelsvertreter ein starkes Argument in der Hand. Die Bereitschaft stößt jedoch oft dort an ihre Grenzen, wenn liebgewonnene Gewohnheiten und der eigene Komfort eingeschränkt werden sollen. Durch den Einsatz von Wärmepumpen zur Heiz- und Warmwasserversorgung werden erneuerbare Energien genutzt, die CO2-Emissionen drastisch gesenkt und die natürlichen Ressourcen geschont. Bei vergleichbaren Investitionskosten gegenüber herkömmlichen Anlagen und gleichzeitig deutlich geringeren Betriebskosten entstehen den Besitzern keine Einschränkungen beim Wärmekomfort. Selten war der Schritt hin zu einer nachhaltigeren Energienutzung so überzeugend.

Überzeugen mit diesem Wissen auch Sie Ihre Kunden. Als Handelsvertreter im Bereich der Erneuerbaren Energien vertreiben Sie mit der Wärmepumpe ein Produkt in einem riesigen Zukunftsmarkt. Nutzen Sie Ihre Chance.